Zwiebelsäckchen – Ein sanftes Hausmittel bei Erkältung

Zwiebelsäckchen

Die kalte Jahreszeit ist wieder da. Eigentlich ein Grund zur Freude, denn mit etwas Glück ist bald schon Schneemann bauen und Schlittenfahren angesagt. Doch dem kalten Wetter beginnt leider auch wieder die Welle der Erkältungen.

Womöglich hat es euren kleinen Liebling auch zum ersten Mal erwischt? Das ist nicht schön und die Eltern leiden irgendwie immer mit. Doch hier kommt bereits ein kleiner Trost: durch die regelmäßigen Infekte in den ersten Lebensjahren wird das Immunsystem eures Kindes gestärkt. Natürlich st es nun trotzdem wichtig, den Kleinen mit sanften Methoden zur Linderung zu verhelfen. Eine sanftes und natürliches Hausmittel, das bereits bei Babys angewendet werden kann, sind Zwiebelsäckchen.

Zwiebelsäckchen – Anleitung:

Und so einfach funktioniert’s: Schneidet eine Speisezwiebel in dünne Scheiben oder Stücke und legt diese in ein dünnes Stofftuch, durch das die Zwiebeldämpfe austreten können. Bindet das Tuch gut zu und hängt das Zwiebelsäckchen in die Nähe eures Babys. Es sollte natürlich außerhalb seiner Reichweite sein!

Zwiebelsaeckchen
© Buntysmum / Pixabay

Falls ihr kein geeignetes Stofftuch zur Hand habt, eignet sich für das Zwiebelsäckchen auch ein Nylonstrumpf  oder eine Socke, die ihr einfach befüllt und anschließend zubindet.

3 grundlegende Tipps bei Erkältung

Neben Zwiebelsäckchen könnt ihr auch auf folgendes achten:

1. Frischluft & Luftfeuchtigkeit

Achtet darauf, dass die Luft bei euch zuhause nicht zu trocken ist, denn trockene Luft kann Husten und Schnupfen noch verstärken. Regelmäßiges Lüften ist immer ratsam. Unterstützend könnt ihr im Winter feuchte Tücher auf die Heizung legen oder euch einen Luftbefeuchter* zulegen.

2. Trinken

Der Appetit mag bei einer Erkältung oft nicht so groß sein. Achtet jedoch darauf, dass eure Kleinen trotz der Erkältung ausreichend trinken. Wenn ihr (noch) stillt, ist das ideal. Denn dadurch werden Babys vom mütterlichen Immunsystem unmittelbar mit Abwehrstoffen mitversorgt. Bei älteren Kindern kann Tee oder Milch mit Honig helfen. Babys unter einem Jahr sollten jedoch auf keinen Fall Honig erhalten!

3. Schlafposition

Damit euer Baby mit Erkältung besser durchatmen kann, sollte es mit dem Kopf leicht erhöht liegen, denn dadurch kann der Schleim besser abfliessen. Ihr könnt dazu ein Handtuch am Kopfende unter die Matratze legen. Verwendet aber bitte keine Kissen im Babybett, da sonst Erstickungsgefahr besteht!

Weitere Hausmittel & Medikamente

Abschwellende Nasentropfen Für Säuglinge gibt es spezielle Nasentropfen, in angepasster Konzentration und mit der entsprechenden Dosierhilfe. Gerade bei abschwellenden Nasentropfen, die akut eine schnelle Wirkung zeigen, sollte man aber bedenken, dass diese nur für wenige Stunden wirken. Wichtig: Zu oft sollten diese dennoch nicht verwendet werden, da sie bei vermehrtem Gebrauch die Nasenschleimhaut schädigen können.

Nasentropfen auf Salzwasserbasis: Eine sanftere Alternative zu abschwellenden Nasentropfen sind Nasentropfen auf Salzwasserbasis.Sie befeuchten die Schleimhäute und können bei Bedarf auch über einen längeren Zeitraum verwendet werden. Gegen eine akut verstopfte Nase kann auch eine Spülung mit steriler, isotonischer Kochsalzlösung helfen. Für Babys geeignete Kochsalzampullen sind in der Apotheke erhältlich.

Inhalation: Kochsalzlösung eignet sich übrigens auch zur Inhalation. Ein geeignetes Inhalationsgerät für Babys und Kleinkinder kann euch euer Kinderarzt verschreiben, so dass ihr dafür nicht die kompletten Kosten übernehmen müsst.

Hustensaft: Geeignete Hustensäfte gibt es bereits für Säuglinge ab 0 Jahren. Dennoch solltet ihr Babys und Kleinkindern unter 2 Jahren nur in Rücksprache mit dem Kinderarzt Hustensaft verabreichen. Eine Selbstmedikation kann gefährlich sein.

Ätherische Öle: Auf ätherische Öle, wie Campher, Menthol, Eukalyptus u.a. solltet ihr bei Säuglingen unbedingt verzichten, denn sie können lebensbedrohlich sein! Für Babys gibt es spezielle Produkte, wie zum Beispiel Thymian-Myrte Balsam (bei Husten) oder Engelwurzbalsam (bei verstopfter Nase), die ihr rezeptfrei in der Apotheke erhaltet. Eine weitere geeignete Ausnahme sind die Zwiebelsäckchen, denn auch der Zwiebeldunst wirkt wie ein ätherisches Öl.

Im nachfolgenden Youtube-Video äußert sich Kinderarzt Dr. med. Christof Metzler zu einer Reihe an Hausmitteln, speziell bei Husten. (Darunter auch die hier vorgestellten Zwiebelsäckchen.)

Wann zum Kinderarzt?

Oft verschwindet eine Erkältung nach wenigen Tagen wieder, sofern die Ursache dafür harmlos ist. Falls die Beschwerden sich innerhalb einiger Tage nicht deutlich bessern, ist es ratsam den Kinderarzt zu kontaktieren. Besonders bei Neugeborenen und kleinen Babys solltet ihr damit nicht zu lange zögern, denn eine Bronchitis oder Lungenentzündung kann schnell gefährlich werden.

In jedem Fall solltet ihr direkt zum Kinderarzt, wenn ein oder mehrere der folgenden Symptome auftreten:

  • Atemprobleme
  • Andauernder Husten
  • Fieber über 38,5 Grad
  • Das Baby wirkt sehr schlapp,
  • reibt sich ständig am Ohr,
  • verweigert das Trinken

Aber auch dann, wenn ihr einfach ein schlechtes Gefühl habt oder verunsichert seid, solltet ihr keine Scheu haben, euren Kinderarzt zu kontaktieren.

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