Babykleidung – Welche Stoffe sind am besten für sensible Babyhaut?

9 aufregende und spannende Monate Vorbereitung, Freude und Bangen liegen hinter euch. Das Gröbste ist geschafft und das Kleine ist da. Nun wollen wir nur das Beste für das Baby, und das betrifft natürlich ebenfalls die Kleidung. Babyhaut ist nicht nur besonders weich, sondern aufgrund ihrer noch dünnen Schutzbarriere und zarten Beschaffenheit auch sehr sensibel. Sie kann schnell trocken werden, extremer auf Reibung reagieren und nimmt alle äußeren Einflüsse deutlich intensiver wahr, als Erwachsenenhaut. Welche Textilien bzw. Stoffe kann man bedenkenlos an den kleinen Körper heranlassen und wie pflegt man sie am besten? Zum Auftakt findet ihr hier eine erläuternde Übersicht der wichtigsten Waschsymbole.

Babykleidung Stoffe
© freestocks-photos / Pixabay

Natürlichkeit ist Trumpf: (Baum-)Wolle, Seide und Leinen

Bio- und Ökosiegel (wie z.B. GOTS), sowie Angaben zum möglichen Schadstoffanteil, helfen bei der Auswahl von Stramplern und Hemdchen. Aber wie unterscheiden sich die Materialien?

Baumwolle

Das klare Spitzenreitermaterial für industriell hergestellte und verarbeitete Kleidung ist nicht nur natürlich und hautsympathisch, sondern erlaubt, aufgrund der flexiblen und belastbaren Faserstruktur, auch alle Babybewegungen. Zudem leitet Baumwolle Feuchtigkeit gut nach außen ab und ist, anders als Wolle, nicht filzgefährdet. Was die Pflege und Reinigung angeht, ist Baumwolle optimal für die ersten Jahre, da sie oft sogar gekocht werden kann, je nach Farbe. Sie ist also perfekt für kleine Dreckspatzen und die allseits beliebte „Spuckphase“.

Allerdings sollte man berücksichtigen, dass das Material beim Waschen mit hoher Temperatur anfangs einlaufen könnte. Daher unbedingt die Waschsymbole in der Kleidung beachten und lieber bei der Größenwahl nach oben orientieren; das Baby wächst garantiert mit – schneller als ihr „Schnuller“ sagen könnt… 🙂

Wegen der unkomplizierten Natur der Faser wird Baumwolle häufig mit anderen Fasern kombiniert verarbeitet, sowohl mit Natur- als auch mit Kunstmaterialien. Am besten verwendet man für die sensible Babyhaut natürlich helle, ungefärbte 100%ige Bio-Baumwolle.

 

Wolle

Ganz klar, wir alle wissen: Wolle wärmt und ist nahezu knitterfrei. Wie bei Baumwolle sind die natürlichen Fasern von Wolle zudem sehr elastisch und geben Schweiß und Feuchtigkeit schnell nach außen ab. Sie sind daher antiseptisch, regulieren die Körpertemperatur des Babys und halten es trocken. Bezogen auf ihr Gesamtvolumen, bestehen Wollwaren aus bis zu 85% Luft. Daher sind auch Gerüche bei gutem Lüften schneller entfernt als bei engmaschigeren Geweben. Allerdings sind die Fasern eher rau und können leicht kratzen. Sie sind also eher nicht für Kleidung geeignet, die direkt auf der Haut getragen wird.

Die hochpreisigere und feinfaserige Merinowolle ist jedoch deutlich sanfter zur Haut. Wolle fusselt leicht, allerdings gibt es mittlerweile sogenannte „Anti-Pilling-Geräte“, mit deren Hilfe man sie, mehr oder weniger, wieder in den ursprünglichen Zustand zurückverwandeln kann. Was das Waschen betrifft, ist Wolle etwas empfindlicher als Baumwolle, wenn sie nicht verfilzen soll, und bedarf eines speziellen Wollwaschmittels.

 

Seide

Dieses leichte und edle Material ist toll für empfindliche oder allergische Babyhaut, aber hat auch seinen Preis und ist nicht gerade „pflegeleicht“. Seide benötigt, wie Wolle, spezielles Waschmittel. Sie ist fein und sehr weich, dabei aber auch deutlich fester und elastischer als allgemein vermutet. Seide schmiegt sich sanft und glatt an die Haut an und fühlt sich daher besonders gut an. Sie ist atmungsaktiv, isolierend und absorbiert Feuchtigkeit. Im Sommer hat sie einen angenehm kühlenden Effekt.

Summa summarum: Bei besonders empfindlicher Babyhaut ist Seide sicherlich toll für alle, die es sich leisten können. Für die tägliche Babykleidung ist sie aber eher unpraktisch aufgrund ihrer Fleckenanfälligkeit und auch, da Gerüche erst herausgewaschen werden müssen.

 

Leinen

Leinen ist ähnlich leicht wie Seide und hat mit Wolle gemein, dass es natürlich und bakterizid ist und Feuchtigkeit rasch nach außen transportiert. Allerdings ist Leinen aber auch zu rau, um es direkt an die Babyhaut heranzulassen. Über der Unterwäsche ist es im Sommer ideal, da es sehr leicht und luftig zu tragen ist. Ungefärbt kann es, wie Baumwolle, bei hohen Temperaturen gewaschen werden, läuft aber auch schnell ein. Zudem knittert es leicht und sollte daher gebügelt werden.

 

Kunstfasern bieten Vorteile für Allergiker und Veganer

Auch wenn die meisten Mamas wohl zuallererst zu Naturmaterialien greifen würden, kann aus Kunstmaterialien hergestellte Kleidung durchaus sinnvoll sein, zum Beispiel für Babys mit Allergien oder Allergieneigung oder auch für Veganerhaushalte mit Baby. Nicki und Fleece werden mit Kunstfasern produziert und sind daher sehr widerstandfähig und robust. Beide Stoffe sind recht weich und angenehm auf der Babyhaut. Diese Materialien lassen die Haut grundsätzlich allerdings nicht so gut atmen wie Naturstoffe und trocknen auch nicht so schnell, mit Ausnahme von Mikrofaserkleidung. Kunst- und Naturfasern werden heutzutage häufig kombiniert, z.B., um Naturmaterialien durch Elasthan- oder Nyloneinsatz noch mehr Dehnbarkeit oder Widerstandsfähigkeit zu verleihen.

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