Vorschule in Kita & Kindergarten

ABC lernen
© geralt / Pixabay

Wie schnell die Kleinen doch groß werden. Kaum sind sie richtig im Kindergarten angekommen, gehören sie schon zu den Großen und dürfen die Vorschule besuchen. Spätestens ab diesem Zeitpunkt macht man sich auch als Eltern Gedanken darüber, ob und wann das Kind bereit ist, in die Welt der Schulkinder zu wechseln.

In Deutschland liegt das Einschulungsalter bei 5 bis 7 Jahren, wobei der Trend in Richtung einer vorzeitigen Einschulung geht. Bzgl. der Schulpflicht gibt es je Bundesland einen festgelegten Stichtag. Wird ein Kind vor diesem Stichtag 6 Jahre alt, so ist es generell schulpflichtig.

Befasst Euch deshalb rechtzeitig mit dem Thema Schulfähigkeit eures Kindes. Einen kleinen Fragenkatalog zur Überprüfung relevanter Kriterien findet ihr im Blog Post: „Die Schulfähigkeit eines Kindes feststellen“. Nachfolgend ein paar hilfreiche Tipps & Anhaltspunkte, an denen ihr euch orientieren könnt, wann euer Kind schulreif und bereit zur Einschulung ist.

Mit einem Bein schon in der Grundschule

Die Vorschule soll euer Kind auf die Herausforderungen und den Ernst des Lebens vorbereiten. Sie ist keine Schule im herkömmlichen Sinn, sondern ein Angebot von den Kitas und Kindergärten. Das Programm ermöglicht einen fließenden Übergang zwischen der Kindergartenzeit und der Einschulung an der Grundschule, also dem Start in die erste Klasse.

Vorschulkinder entdecken die Welt am liebsten spielend. Aus diesem Grund lernen sie auch in der Vorschulzeit auf spielerische Weise. Es ist wichtig, dass die angehenden Erstklässler neben fachlicher Vorbereitung auch erste soziale Kompetenzen erlernen. Dazu gehören u.a. das ruhige Sitzen und Zuhören oder das höfliche Nachfragen, aber auch ohne Ängste neue Kontakte zu knüpfen.

Kindergarten-Gruppe
© Regenwolke0 / Pixabay

Vorbereitung auf einen neuen Lebensabschnitt

Die Grundschule wird euren Nachwuchs vor neue Herausforderungen stellen. Statt nur mit Bauklötzen zu spielen, lernen die Kinder im Vorschulunterricht deshalb erste sprachliche Grundlagen, mathematische Zusammenhänge und sogar schon Wörter einer Fremdsprache kennen. Sie bekommen erklärt, was sie an einem zukünftigen Schultag alles erwartet und weshalb die Schule so bedeutend für sie ist. Auf welche Gefahren sie beispielsweise auf dem Schulweg achten müssen, ist für Kinder ebenfalls sehr wichtig zu wissen. (Mehr zum Thema Schulweg erfahrt ihr übrigens auf den Internetseiten der Deutschen Verkehrswacht: Sicherer Schulweg – Verkehrswacht)

Die Kinder essen im Kindergarten gemeinsam und lernen dabei, wie man sich in einer Gruppe verhält. In speziellen Gesprächskreisen und in Form von Rollenspielen trainieren sie ihre Kommunikationsfähigkeit anhand von Themen, die sie interessieren. Auch die sportliche, musikalische und kreative Bildung ist Teil des Vorschulprogramms im Kindergarten. Dabei wird den Kindern, auf behutsame Weise, die Angst vor der Schule genommen. Sie können in dieser Zeit noch unentdeckte Interessen und Talente entdecken.

Wichtige Ziele der Vorschule:

  • Entwicklung von Motorik und Sprache
  • Vermittlung von sozialen Kompetenzen
  • Sportliche und kreative Weiterbildung
  • Stärkung der kognitiven Fähigkeiten
Rechnen lernen
© geralt / Pixabay

Vorschule – Eine spannende Zeit auch für Eltern

Für euer Kind ist die neue Situation und die bevorstehende Einschulung an der Grundschule aufregend und spannend. Behaltet seine Entwicklung in dieser besonderen Phase deshalb stets im Auge.

Haltet regelmäßig Rücksprache mit den Bezugserziehern im Kindergarten. Die Erzieher haben i.d.R. einen geschulten Blick dafür, wie sich ein Kind entwickelt und können euch mit Rat und Tat zu Seite stehen.

Bei all dem „Vorschulstress“ solltet ihr auch darauf achten, dass genug Freizeit zum Spielen bleibt. Ein zu hoher Leistungsdruck kann euer Kind überfordern und ihm die Motivation nehmen. Geht auf euer Kind zu und sprecht viel miteinander. Lasst euer Kind über die am Tag erlebten Eindrücke berichten und fragt nach, was es gelernt hat. Damit nehmt ihr den Kleinen die Angst vor dem neuen Abschnitt.

Wann ist mein Kind bereit für die Einschulung?

Für alle Bundesländer verpflichtend ist eine Untersuchung zur Einschulung, die auch Schuleingangsuntersuchung genannt wird und i.d.R. vom zuständigen Gesundheitsamt durchgeführt wird. In dieser Untersuchung werden die körperliche, kognitive und seelische Entwicklung des Kindes, aber auch soziale Aspekte, wie z.B. das Verhalten in Gruppen betrachtet. Nichtsdestotrotz handelt es sich hierbei um eine reine Momentaufnahme.

Die Bewertung der zuständigen Erzieher im Kindergarten, die das Kind längerfristig bei seiner Entwicklung begleiten, kann daher sehr aufschlussreich sein, das Kind bereits im Vorfeld hinsichtlich seiner Schulreife einzuschätzen.

Auch die Einschätzung des Kinderarztes kann zusätzlichen Aufschluss über die altersgemäße Entwicklung des Kindes geben. Im Rahmen der sog. U9-Untersuchung, der letzten Früherkennungsuntersuchung vor Schulbeginn, werden maßgebliche Faktoren, wie eventuelle Entwicklungsauffälligkeiten und die Sprachentwicklung des Kindes betrachtet.

Letztendlich solltet ihr aber auch selbst genau beobachten, wie sich eure „großen“ Kleinen verhalten. Vertraut auf euer Gefühl und beurteilt möglichst frei von Zeit- und Leistungsdruck – ganz im Sinne eures Kindes. Denn ihr selbst kennt euren Nachwuchs am aller Besten und wisst, wo seine Stärken und Schwächen liegen.

Kindergarten
© elkimmelito / Pixabay

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*