Die optimale Raumtemperatur für Babys

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© Dominika Roseclay / Pexels – Die optimale Raumtemperatur für Babys

Nicht nur für Eltern verändert sich mit der Geburt ihres Babys das Leben. Vor Allem für das Baby bedeutet sie eine große Umstellung. Von einem Moment zum nächsten befindet es sich nicht mehr sicher eingepackt im warmen Bauch der Mama.

Das richtige Raumklima ist von Anfang an eine wichtige Grundlage für die Sicherheit und Gesundheit deines Babys. Im folgenden Artikel erfährst du Wissenswertes rund um die optimale Raumtemperatur für Babys.

Babys brauchen Wärme

Wenn einem Erwachsenen kalt wird, ist es ganz natürlich, dass sein Körper durch Zittern Wärme produziert. Babys können das nicht. Bis zum ersten Geburtstag benutzt dein Baby stattdessen braunes Fettgewebe, um sich aufzuwärmen. Diese spezialisierten Fettzellen sind nur in der frühsten Kindheit aktiv und erzeugen durch das Verbrennen von Fett Körperwärme. Trotzdem ist es wichtig, darauf zu achten, dass dein Baby nicht auskühlt. Denn im Verhältnis zu ihrem Gewicht haben Babys eine relativ große Körperoberfläche, über die sie schnell, viel Wärme an ihre Umgebung abgeben.

Winterbabys sind besonders gefährdet auszukühlen. Für Neugeborene reicht schon die Zeit auf der Wickelkommode aus und ihre Körpertemperatur sinkt spürbar ab. Auch wenn du bereits geübt und dementsprechend schnell beim Windeln wechseln bist, kannst du das nicht verhindern. Abhilfe kann ein Heizstrahler oder eine Wärmelampe schaffen.

Wie kalt das Ausziehen auf der Wickelkommode für dein Baby ist, zeigt folgender Vergleich sehr eindrücklich: Für ein ausgezogenes Neugeborenes fühlen sich die 23 °C im Wohnzimmer an, wie für einen nackten Erwachsenen 1 °C. Dementsprechend ungemütlich ist Wickeln bei niedriger Raumtemperatur ohne Heizstrahler. Ein guter Grund für dein Baby sich durch kräftiges Schreien bemerkbar zu machen.

Welche Raumtemperatur für Babys?

Neugeborene und Babys im ersten Lebensjahr neigen dazu, schnell zu unterkühlen. Ihre normale Körpertemperatur liegt in einem Bereich von 36,5 °C bis 37,5 °C. Jeder gemessene Wert darunter ist zu wenig und du solltest dein Kind rasch wärmer einpacken. Das Aufwärmen gelingt übrigens am besten durch Kuscheln und engen Körperkontakt zu Papa oder Mama.

Tagsüber im Wohnzimmer herrschen oft wärmere Raumtemperaturen über 20 °C – ideal sind ca. 20 °C bis 22 °C. Sollte dein Baby in einem Stubenwagen oder Beistellbett mit Rollen den Raum wechseln, um auch tagsüber in deiner Nähe zu schlafen, musst du darauf achten, dass es ihm nicht zu warm wird. Eine Überhitzung beeinträchtigt nicht nur den Schlaf, sondern kann der Gesundheit deines Babys schaden. Je nach Jahreszeit und Raumtemperatur reichen tagsüber gegebenenfalls auch Body und Strampler.

Anders verhält es sich beim Wickeln und im Badezimmer beim Baden deines Babys. Hier sollte die Raumtemperatur nicht unter 23 °C liegen.

Die richtige Schlaftemperatur

Die ideale Umgebungstemperatur während des Schlafens ist deutlich kühler, als du es wahrscheinlich erwartet hättest. Sie liegt bei 16 °C bis 18 °C. Im passenden Babyschlafsack ist das aber kein Problem für die Kleinen. Wichtig: Bitte zieh deinem Kind im Bett keine Mütze auf. Der Kopf spielt eine entscheidende Rolle bei der Wärmeregulation eines Säuglings. So kann über die Kopfhaut viel Wärme abgegeben und ein Überhitzen verhindert werden.

Bei der Wahl des Schlafsacks ist es übrigens wichtig, dass du neben der richtigen Größe auch auf den geeigneten TOG-Wert achtest. TOG ist die Abkürzung für den englischen Begriff “Thermal Overall Grade” und ein gängiges Maß für den Wärmewiderstand von Textilprodukten, wie zum Beispiel dem Babyschlafsack.

Welcher TOG-Wert für dein Baby in Abhängigkeit von der Zimmertemperatur der Richtige ist, erklärt der Ratgeber eines bekannten Babyausstatters. Der folgenden Übersicht zum TOG-Wert kannst du außerdem entnehmen, welche Kleidungsstücke dein Baby ansonsten noch unter dem Schlafsack tragen sollte.


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Lesetipp: Mehr Informationen zum gesunden Babyschlaf und der sicheren Schlafumgebung deines Babys findest du im Beitrag 5 simple Regeln für den gesunden Babyschlaf.

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© Dominika Roseclay / Pexels – Babys schwitzen häufig am Köpfchen

So schaffst du ein gutes Raumklima

Durch höhere Temperaturen – etwa beim Heizen im Winter – sinkt die Luftfeuchtigkeit unweigerlich ab. Die Folgen: trockene Schleimhäute und Atemwege, die anfälliger für Erkältungen werden lassen. In dem für den Babyschlaf vorgesehenen Bereich zwischen 16 °C und 18 °C kann sich die Luftfeuchtigkeit gut im Bereich um 50 Prozent einpendeln. Das ist für dein Baby perfekt und schont die Atemwege. Ist die Raumluft dennoch zu trocken, so kann ein Luftbefeuchter* Abhilfe schaffen. Ideal ist ein Wert im Bereich von 50 bis 60 Prozent.

Auch das regelmäßige Lüften trägt zu einem gesunden Raumklima bei. Idealerweise mindestens morgens und am Abend vor dem Schlafen gehen. Auch im Winter sollte durch kurzes aber effektives Stoßlüften für frische Raumluft gesorgt werden. Pass gut auf, dass dein Baby während des Lüftens keine kalte Zugluft abbekommt.

Zu warm oder doch zu kalt?

Um zu erkennen, ob deinem Baby zu warm oder zu kalt ist, musst du nicht immer mit einem Fieberthermometer messen. Mit der Hand kannst du im Nacken deines Kindes tasten. Ist es dort kühl, dann solltest du für mehr Wärme sorgen. Ist es im Nacken hingegen schwitzig, kannst du deinem Baby etwas Dünneres anziehen. Schwitzen zeigt sich bei Babys auch oft am Köpfchen. Wenn die ersten Haare wie bei einer Gelfrisur feucht am Kopf kleben, solltest du aufmerksam werden. Denn Überhitzung lässt dein Baby unruhig schlafen und erhöht das Risiko für das Auftreten eines Plötzlichen Kindstods (SIDS).

Achtung bei Fieber!

Bei zu hohen Temperaturen ist gerade bei Neugeborenen immer Vorsicht geboten. Bei einer Körpertemperatur ab 38 °C wird bei ihnen bereits von Fieber gesprochen, bei älteren Babys ab 38,5 °C. Geht es deinem Baby nicht gut und es fühlt sich warm an oder ist verschwitzt, solltest du Fieber messen. Zeigt sich bei einem Neugeborenen ein Wert über 38 °C, dann heißt das für dich sofort ab zum Arzt.

Mehr Informationen dazu findest du in unserem Ratgeber Fieber bei Babys und Kindern und der darin enthaltenen Fiebertabelle.

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