Kita zu – und nu?

Kitakind
© danielkirsch / Pixabay

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Innerhalb kurzer Zeit hat die Covid-19-Pandemie unseren Alltag massiv verändert. Viele Kinder müssen in den nächsten Wochen zu Hause bleiben, da Kindertagesstätten und andere Betreuungseinrichtungen geschlossen bleiben. Das kann für Kinder und Eltern schnell zur echten Belastungsprobe werden.

Wer seine Kinder schon an verregneten Wochenenden beschäftigt hat, der weiß, wie herausfordernd das sein kann. Ungleich schwieriger ist es jetzt, in Zeiten von Corona. Denn auch die Freizeitaktivitäten sind erheblich eingeschränkt: Schwimmbäder, Freizeitparks, Kinos, Theater und sogar Spielplätze sind geschlossen. Ein Besuch bei den Großeltern oder Treffen mit Freunden fallen ebenso flach – viel zu groß ist die Ansteckungsgefahr.
Droht nun der Lagerkoller?

Um das zu verhindern haben wir hier einige Tipps und kreative Ideen für euch, wie ihr das Beste aus der derzeitigen Situation machen könnt.

Kreative Spielideen gegen Langeweile

Ostergirlanden basteln

Fröhliche Partygirlanden peppen jedes Kinderzimmer auf. Nicht nur am Kindergeburtstag, sondern auch in Zeiten wie diesen. Fertige Ideen, wie z.B. für eine farbenfrohe Schmetterlings-, Frosch- oder Elefantengirlande findet ihr bei der Partydeko von DEITERT. Vielleicht ein Tipp für die nächste Party wenn Corona vorbei ist?

Etwas einfachere Faltgirlanden könnt ihr zu Hause auch leicht selber machen und es ist eine tolle Übung für die Feinmotorik. Benötigt wird ein möglichst langer Tonpapierstreifen von ca. 10 cm Breite. Dieser wird gleichmäßig zu einer Art Ziehharmonika gefaltet.


Basteln mit Papier: Hasen Girlande – Quelle: Youtube | Basteln [wplus.tv]

Nun wird mit Bleistift auf die Oberseite das Motiv aufgezeichnet. Ob Katze, Maus oder (aktuell passend) Osterhase – ihr habt die Wahl. Dann geht’s ans Ausschneiden. Achtet beim Aufzeichnen auf genügend Verbindung an den Faltkanten links und rechts. Selbstverständlich darf nach dem Ausschneiden noch alles bunt bemalt oder beklebt werden.

Archäologische Ausgrabungen

Schon mal einen echten Dinosaurier ausgegraben? Holt euch den Steinbruch jetzt nach Hause. Mit Hammer und Meisel geht es professionell zu Werk und euer Esszimmertisch wird zur archäolgischen Ausgrabungsstätte. Nebenbei wird die Konzentration und Feinmotorik eurer Liebsten gefördert.

Ausgrabungsset
Archäologische Feinarbeit mit Hammer und Meisel
Ausgrabungsset
Steinbruch auf dem Esszimmertisch

Die Ausgrabungssets aus Gips – inklusive Schwamm, Hammer und Meisel gibt es in verschiedenen Varianten, zum Beispiel als Fossilien Ausgrabungsset*, T-Rex oder Flugsaurier*. Klickt auf die Bilder für den Amazon-Link:


Erhältlich bei Amazon*

Vom Hersteller werden die Sets übrigens ab 7 Jahre empfohlen. Wir haben es auch schon mit 4 Jahren getestet. Klappt wunderbar!

Wäscheleinen-Spiel

Und hier noch eine kreative Motorikübung: Alles, was ihr braucht, ist eine Bindschnur, Wäscheklammern und Requisiten. Fertig ist das Do-it-yourself-Wäscheleinen-Spiel! Zum Aufhängen eignen sich Puppen-und Babykleidung, Windeln, Babysöckchen, zugeschnittene Stoffreste, eigene Bilder oder Basteleien.

Wäscheleinen-Spiel
© artyangel / Pixabay

Je nach Alter oder Interesse des Kindes kann man die Sachen nach bestimmten Kriterien oder einem Plan aufhängen lassen. Schulkinder können bunte Buchstaben gestalten und damit eigene Wörterrätsel erstellen.

Bodypainting in der Badewanne

Auch die Körperpflege kann mal etwas anders ablaufen, als üblich: Macht eure Kinder mit Tinti Malseife* zu kleinen Künstlern in der Badewanne!

Coole (und vollkommen ungefährliche) Fingerfarben kann man aus Lebensmittelfarbe und Sensitiv-Rasierschaum auch ganz leicht selber machen: Füllt dazu die Mulden eines (kleinen) Muffinblechs großzügig mit Rasierschaum aus. Vermischt dann einige Tropfen mit Lebensmittelfarbe gut mit dem Rasierschaum. Und los geht’s mit dem Vergnügen. Badespaß garantiert!

Fingerfarbe
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Sticker-Spaß mit Moosgummi

Wusstet ihr, dass Moosgummi klebt, wenn man ihn nass macht? Bastelt zuerst gemeinsam mit euren Kindern Sticker, indem ihr Moosgummi mit Filzstiften bemalt und in verschiedene Formen schneidet.

Moosgummi-Sticker
© Alexas_Fotos / Pixabay

Die selbstgemachten Sticker bieten dann eine Vielzahl an unterschiedlichen Spielmöglichkeiten. So könnt ihr die Rückseite der Moosgummi-Sticker befeuchten und eure Fenster dann mit lustigen Bildern bekleben. Auch in der Badewanne sorgen Moosgummi-Sticker für jede Menge Spaß! Badewanne, Fliesen und die Kinder selbst – alles kann damit beklebt werden.

DIY Knetmasse & Salzteig

Viele kreative Spielmaterialien könnt ihr ganz leicht selbst herstellen. Für selbstgemachte Knete braucht ihr 20 gehäufte Esslöffel Mehl, 15 Teelöffel Salz, zwei Esslöffel Öl und 250 Milliliter Wasser – bunt wird’s mit etwas Lebensmittelfarbe! Für Salzteig einfach zwei Tassen Mehl, eine Tasse Salz, einen Teelöffel Pflanzenöl und eine Tasse Wasser vermengen.

DIY-Knetmasse
© EME / Pixabay

Unser Tipp: Neben dem klassischen Salzteig könnt ihr auch mal versuchen, glutenfreie Knetmasse herzustellen. Ein tolles Rezept dafür findet ihr auf dem Familienblog „Natürlich kindgerecht“: Glutenfreie Knete für Kinder selbermachen. Dieses Rezept ist selbst für kleinere Kinder perfekt, denn die Knete ist nicht nur schön bunt, sondern auch ungiftig und sogar essbar.

Holt euch den Spielplatz nach Hause

Der Spielplatz ist geschlossen? Dann holt ihn euch einfach ins Wohnzimmer. Baut Zimmertrampoline auf, spielt Gummitwist, hüpft mit Springseilen oder baut aus Stühlen und Tischen einen Parcours auf. Bewegung hilft der ganzen Familie gegen Anspannung und Stress und macht vor allem kleine Kinder müde.

Vermisst euer Kind den Sandkasten? Dann sorgt Kinetic Sand* aus Schweden für ausgleichenden Spielspaß! Er fühlt sich an wie feuchter Sand, trocknet aber nicht aus.

„Kinetischer Sand“ (auch als „Moon Sand“ oder „magischer Sand“ bekannt) lässt sich aber auch selbst herstellen: Er besteht aus nur drei Zutaten, die jeder von uns daheim hat: Füllt einfach vier Becher Mehl in eine ausreichend große Schale, gebt zwei Esslöffel Salz und einen halben Becher Sonnenblumenöl dazu. Tipp: Babyöl eignet sich auch und riecht etwas besser. Knetet dann alles gut durch bis eine sandige, krümelige Konsistenz entsteht. Wer möchte gibt noch etwas Lebensmittelfarbe oder Glitzer hinzu. In einer Box mit Deckel ist der Sand einige Wochen haltbar.


DIY Moon Sand – Quelle: Youtube | KrümelPlanet

Tief durchatmen, positiv bleiben!

Seien wir ehrlich: Die kommenden Wochen werden für Eltern, gerade von kleinen Kindern, sehr anstrengend. Wichtig ist, dass euer Tag auch weiterhin einer bestimmten Struktur folgt. Denn durch die Schließung der Kitas kommt der gewohnte Tagesablauf der Kinder ganz schön durcheinander. Feste Essenszeiten, Ausruhzeiten oder Zeiten zum Spielen und zur Mediennutzung helfen nicht nur euch als Eltern, sondern besonders den Kindern, denen feste Strukturen Sicherheit und Ordnung vermitteln.

Damit es nicht zum Lagerkoller kommt, ist es wichtig, positiv zu bleiben und soziale Kontakte aufrechtzuerhalten. Dank unserer heutigen multimedialen Möglichkeiten ist das auch in Zeiten der Quarantäne möglich. Verabredet euch doch einfach mit den Großeltern und Freunden zu aufmunternden Videotelefonaten.

Wichtig in dieser Zeit

Vergesst euch selbst nicht! Kinder brauchen nicht jeden Tag eine neue spannende Aktivität und müssen auch nicht rund um die Uhr bespaßt werden. Das freie Spiel fördert Kreativität und Fantasie und bietet euch Eltern die Möglichkeit, auch mal in Ruhe einen Kaffee zu trinken. Denn Auszeiten sind wichtig, um Kraft zu tanken. Überlegt, was ihr allein machen wollt und wechselt euch, wenn möglich, mit eurem Partner ab.


Virale Erklärvideos  zum Coronavirus

Hier verlinke ich euch noch zwei sehr schön gemachte Erklärvideos für Kinder zum Coronavirus. Verständlich erklärt für Groß und Klein. Denn auch eure Kinder sollten zumindest verstehen, warum das Ganze momentan so ist, wie es ist. In den nächsten Tagen folgt als Überaschung noch ein viraler E-Book Tipp für Kinder – also bleibt dran. Es lohnt sich.


Das Coronavirus Kindern einfach erklärt – Quelle: Youtube | Stadt Wien


Kindern das Coronavirus erklären – Quelle: Youtube | Eurac Research

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