5+1 Einschlafrituale für Kleinkinder

Einschlafrituale
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Buchrezension | Rezensionsexemplar*

Wenn sich der Tag dem Ende neigt, werden kleine Rabauken oft erst richtig wach. Vor allem wenn es darum geht, Ausreden zu finden, um das Zubettgehen hinauszuzögern. Kennt ihr das auch? Falls nicht, dann erwähnt das im Beisein anderer Eltern lieber erst gar nicht. 🙂

Wie auch immer sich das bei euch gestaltet – ein Tag sollte in jedem Fall mit einem schönen Einschlafritual abgeschlossen werden. Gerade jüngere Kinder brauchen vertraute Abläufe und klare Strukturen im Tagesablauf. Das gibt ihnen Halt und Orientierung im Alltag und vermittelt Sicherheit und Geborgenheit. Vor dem Einschlafen können Rituale dabei helfen, zur Ruhe zu kommen und den Trubel des Tages zu verarbeiten.

Tipp 1: Kuscheltiere ins Bett bringen

Bevor euer Kind ins Bett geht, müssen natürlich erst einmal die Kuscheltiere zu Bett gebracht werden. Den Teddys, Häschen, Puppen und Krokodilen wird eine Gute-Nacht-Geschichte erzählt oder ein Schlaflied vorgesungen und natürlich wollen die Stofftiere auch nicht alleine im Bett liegen. Also schnell dazu legen und ganz leise sein, damit keiner aufwacht!

Paulchen und Pieks

Tipp 2: Gute-Nacht-Gebet

Auch ein Gute-Nacht-Gebet, das vor dem Einschlafen gemeinsam gesprochen wird, kann fester Bestandteil des Zubettgehens sein. Mit kurzen Gebeten, speziell für Kinder, können auch schon die Kleinsten ungezwungen erste Erfahrungen mit Religion und Glauben sammeln. Mehr zu diesem Thema gibt es übrigens in einem meiner nächsten Beiträge.

„Lieber Engel gib fein acht,
halt an meinem Bettchen wach.
Deck mich mit den Flügeln zu,
dass ich warm und sicher ruh,
bis die Sonne wieder lacht.
Lieber Engel, gute Nacht!“

Tipp 3: Der Klassiker

Der Klassiker unter den Einschlafritualen ist ohne Zweifel die Gute-Nacht-Geschichte. Gemeinsames Lesen und Vorlesen hat einfach eine besondere Qualität, denn es ist gemeinsame Zeit. Vorlesen kann individuell gestaltet werden. Leser und Zuhörer bestimmen selbst das Tempo, betrachten die Bilder und sprechen miteinander über den Inhalt der Geschichte. Was kann die Phantasie mehr beflügeln als Bücher?

Besonders motivierend ist es für Kinder, wenn sie sich die Gute-Nacht-Geschichte selbst aussuchen dürfen. Damit es nicht langweilig wird, muss natürlich auch ab und zu für neuen Lesestoff gesorgt sein. Unseren persönlichen Neuzugang im Bücherregal stelle ich euch nun vor.

Einschlafen mit Paulchen & Pieks

Das Kinderbuch „Paulchen und Pieks: Heute übernachte ich bei dir!“* ist am 15.01.2019 neu erschienen und somit gerade erst in unser Kinderzimmer eingezogen. Seither steht es bei uns als Gute-Nacht-Lektüre ganz hoch im Kurs. Schließlich dreht es sich um das spannende Thema „Das erste mal woanders schlafen“. In der kurzweiligen kleinen Geschichte zweier Freunde begegnen dem Leser und den Zuhörern wohlbekannte, wie auch innovative Einschlafrituale.

Paulchen und Pieks
© Thienemann-Esslinger

Paulchen und Pieks

Es ist ein ganz besonderer Tag, als der Fuchs Paulchen das erste Mal bei seinem Freund Pieks, dem Igel übernachten darf. Bei der Familie Igel ist alles etwas anders als bei Paulchen zuhause. Aber trotzdem auch toll! Zum Abendessen geniessen alle gemeinsam Mama Igels köstlichen Waldpilzauflauf. Es schmeckt schon irgendwie anders als zuhause, aber sehr, sehr lecker!

Paulchen und Pieks

Auch das gemeinsame Sternegucken und eine wilde Kissenschlacht machen Paulchen und den Igelkindern einen Heidenspaß und die Zeit vergeht wie im Flug, bis es heißt: „Ab ins Bett“. Natürlich darf auch die Gute-Nacht-Geschichte vor dem Schlafengehen nicht fehlen.

Paulchen und Pieks

Nur mit dem Einschlafen will es dann nicht so recht klappen, denn es ergibt sich ein ungeahntes, pieksiges Problem… Die Igels wollen ihrem lieben Freund helfen und lassen sich so allerhand einfallen, um Paulchen eine behütete Nachtruhe zu ermöglichen. Sie kennen nämlich jede Menge igeltastischer Einschlafrituale.

Mehr will ich euch an dieser Stelle nicht verraten. 😉 Nur soviel: Mit meinem besonderen Faible für liebevoll illustrierte Kindergeschichten, haben „Paulchen und Pieks“ mich als Mama sofort in den Bann gezogen. Story und Illustration stammen aus einer Hand, von Illustratorin und Autorin Laura Bednarski.

Paulchen und Pieks

Wollt ihr bei Laura Bednarski gerne mal hinter die Kulissen blicken? Dann werft doch mal einen Blick in die Geschichten-Werkstatt und seht wie „Paulchen und Pieks“ entstanden sind.

Paulchen & Pieks*

Autor/Illustrator: Laura Bednarski
Gebundenes Buch mit Spotlack: 32 Seiten
Verlag: Thienemann-Esslinger Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN: 978-3-480-23495-0
Empfohlenes Alter: ab 3 Jahre
Größe: 178 x 170 mm
Erscheinungsdatum: Januar 2019

Seid ihr neugierig geworden? Das Kinderbuch „Paulchen und Pieks: Heute übernachte ich bei dir!“* ist ab sofort beim Thienemann-Esslinger Verlag, sowie regulär im Buchhandel erhältlich. Oder auch bei Amazon*:

Paulchen & Pieks
Bei Amazon erhältlich* | Werbung

Tipp 4: Hörbucher & Hörspiele

Wie ihr nun unschwer erkennen konntet, bin ich ein großer Befürworter von Kinderbüchern und vom (Vor-)lesen. Doch keine Schande, sollten Eltern nach einem langen, stressigen Tag auch mal zu müde zum Vorlesen sein. Dann sind Hörbücher und Hörspiele eine tolle Alternative. Schnell noch Zähneputzen, ab ins Bett und gemeinsam lauschen.

Tipp 5: Spieluhr & Nachtlicht

Als letzter Tagespunkt, bevor Papa und Mama das Zimmer verlassen, wird noch schnell die Spieluhr aufgezogen oder das Nachtlicht eingeschaltet. „Und nun schlaft gut und träumt süß!“

Einschlafritual
© ddimitrova / Pixabay

Tipp für den Mittagsschlaf

Zu guter Letzt folgt noch mein persönlicher Einschlaftipp für den Mittagsschlaf. Er nennt sich „Ruhephase“. Diese Idee kenne ich aus dem Kindergarten. Kennt ihr das, wenn euer Kind eigentlich keinen Mittagsschlaf mehr machen will, aber dringend einen bräuchte? Meine Erfahrung ist, dass die Kinder eine Ruhephase meist bereitwilliger annehmen. Damit dürfen sie ihren Tagesablauf eigenverantwortlich mitgestalten und werden nicht entgegen ihrer Wünsche zum Schlafen verdonnert. Ein gesunder Biorhrytmus funktioniert schließlich nicht durch Zwänge.

Während der Ruhephase darf sich das Kind für eine bestimmte Zeit in einen ruhigen Raum zurückziehen. Idealerweise mit gedämpftem Licht. Es muss dort nicht schlafen, sondern darf es sich mit einer kuschligen Decke und einem Hörspiel oder Buch bequem machen. Wie wäre es da zum Beispiel mit „Paulchen & Pieks“?

Paulchen und Pieks

PS: Nicht selten muss ich meine Kinder nach der Ruhephase aufwecken. 🙂

*) Dieser Artikel ist in Zusammenarbeit mit dem Thienemann-Esslinger Verlag entstanden. Ein herzliches Dankeschön für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars von „Paulchen & Pieks“.


Diese Buchvorstellung spiegelt eine kritische, unverfälschte und unkäufliche Meinung wieder. Alle Produkttests, Produktvorstellungen und Rezensionen auf windelprinz.de folgen diesem Grundsatz.

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