Schwangerschaftsübelkeit – was hilft?

Die ersten Wochen einer Schwangerschaft sind aufregend und besonders. Doch leider macht nicht alles daran Freude – die meisten werdenden Mamas leiden unter Schwangerschaftsübelkeit. Sie ist unangenehm, aber zum Glück nichts Beunruhigendes. Eine der häufigsten Ursachen für die urplötzlich auftretende Übelkeit sind intensive Gerüche. So kann es manchmal helfen, wenn man bestimmte Essensgerüche meidet oder Störfaktoren minimiert, indem man z.B. Rauchgeruch entfernt. Mit den richtigen Tricks kann dies manchmal schon Wunder bewirken. Trotzdem: Völlig beseitigen lässt sich die Übelkeit in den meisten Fällen nicht – daher stellen wir Euch hier einige hilfreiche Tipps vor, um die Schwangerschaftsübelkeit zu lindern und vorzubeugen.

Schwangerschaftsübelkeit
© boristrost / Pixabay

Schon die richtigen Maßnahmen zur Vorbeugung treffen

Rund 50 bis 90 Prozent aller Schwangeren leiden unter Übelkeit in der Frühschwangerschaft. Meistens zwischen der 6. und 12. Woche besonders ausgeprägt, kommt die Übelkeit oft aus dem Nichts und häufig gleich morgens nach dem Aufstehen. Als Ursache gilt der stark veränderte Hormonspiegel, welcher den Geruchssinn beeinträchtigt und eine übermäßige Produktion von Magensäure auslöst.

Es gibt bestimmte Möglichkeiten, die Übelkeit schon vor dem Auftreten zu behandeln, bzw. gar nicht erst aufkommen zu lassen. Neben grundsätzlich gesunder Ernährung (auch schon vor der Schwangerschaft) und Ruhe, kann die Zufuhr von Vitamin B6 vorbeugend wirken. Darüber hinaus gilt es, den Geruchssinn nicht zu stark zu strapazieren: Sucht Euch daher Unterstützung beim Kochen, überlasst das Putzen mal Anderen und entfernt Rauchgeruch oder sonstige Gerüche aus der Wohnung, falls vorhanden. Ein Haushaltstipp gegen übelmachende Gerüche sind Zitrusdüfte, z.B. in Form von Grapefruit-, Zitronen-, Orangen oder Mandarinenöl: Einfach ein paar Tropfen auf dem Handrücken oder einem Taschentuch verteilen, damit man beim ersten Anzeichen von Übelkeit daran riechen und unbehagliche Gerüche ausgleichen kann.

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Gleich am Morgen die richtige Ernährung

In vielen Fällen reicht sorgsame Prävention leider nicht aus. Ist die Übelkeit mal da, ist sie nur schwer wieder loszuwerden – und das Allheilmittel gibt es leider (noch) nicht. Abgesehen davon ist die Einnahme von Medikamenten in der Schwangerschaft ohnehin nur in äußerst dringenden Fällen ratsam. Tests von Medikamenten für Schwangere sind nämlich aufgrund von eventuellen Spätfolgen für das Kind nicht möglich.

Sinnvoller sind demnach altbewährte Mittel: die richtige Ernährung, Naturheilmittel und Entspannung. So ist der richtige Start in den Tag schon häufig der beste Weg. Nehmt am besten schon gleich im Bett eine Kleinigkeit zu Euch (z.B. eine Scheibe Zwieback und eine Tasse Tee) und gönnt Euch ein schonendes Frühstück – idealerweise warm, z.B. ein Porridge mit warmen Haferflocken. Generell gilt es, eher mehrere kleinere Mahlzeiten über den Tag verteilt zu Euch nehmen, das hält den Blutzuckerspiegel konstant. Außerdem kann das Trinken bestimmter Teesorten gegen Schwangerschaftsübelkeit helfen. Insbesondere Ingwer hat hierbei eine wohltuende Wirkung auf Magen und Befindlichkeit.

Schwangerschaft ohne Übelkeit
© KManzela / Pixabay

Tipps zur Bekämpfung von Schwangerschaftsübelkeit

Abgesehen von den genannten Ernährungs-Tipps gibt es auch noch einige andere Hausmittel, die das Unwohlsein lindern können – Probiert einfach aus, was Euch am besten hilft!

  • Viel frische Luft, gelegentliche Spaziergänge
  • Getrocknete Früchte oder Nüsse als Snack zwischendurch
  • Stress und Müdigkeit vermeiden
  • Einnahme von Vitamin B6 und B12
  • Frühes und schonendes Abendessen (am besten noch vor 19 Uhr)
  • Ein Ess-Protokoll anfertigen (so kann man sich merken, was hilft und was nicht!)

Grundsätzlich gilt: Keine Sorgen machen – die Übelkeit ist ein natürlicher und völlig normaler Vorgang und Stress macht alles nur noch schlimmer. Zum Schluss gibt’s sogar noch eine gute Nachricht: Übelkeit in der frühen Schwangerschaft gilt gemeinhin als positives Signal, sie bestätigt ein hohes Maß an Schwangerschaftshormonen und beugt Fehlgeburten vor.

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